Der Gedankensurfer
SCHWEIGEN
Gefangen in den Gefühlen,
erdrückt von der Liebe zu Dir.
hinuntergezogen in den Strudel,
zerstörerisch die Seele.
Angekettet an Dich,
auftauchen, Luft holen,
immer wieder hinuntergezogen.
Festhalten am letzten Strohhalm,
hoffen,
immer wieder hoffen.
Finsternis,
unter dem Tuch des Schweigens.
Der Weg zu Dir versperrt,
der Weg zurück so schwer.
Auftauchen,
oben bleiben, weitergehen.
Fort von Dir,
den Weg zurück,
frei, endlich frei.
Ich wünschte,
ich könnte Deine Gefühle fühlen,
Deine Gedanken denken.
Ich wünschte,
ich könnte mit Deinen Augen sehen,
mit Deinen Händen tasten.
Ich wünschte,
ich könnte mit Deinem Herzen bluten,
Deine Tränen weinen.
Ich wünschte,
ich könnte
in Deine Seele schauen,
Deine Wege gehen.
Ich wünschte,
ich wäre Du,
nur für einen
kurzen Moment.
Denn dann
würde ich wissen,
was ich zu tun habe.
Fallen lassen habe ich mich,
in Deine Arme,
ohne zu wissen,
ob Du mich auffängst.
Mein Vertrauen habe ich Dir geschenkt,
ohne zu wissen,
ob Du es verdienst.
Mein Herz habe ich Dir anvertraut,
ohne zu wissen,
ob Du drauf aufpaßt.
Wie ein Geschenk habe ich Dir
meine Seele überreicht,
mit einem rosa Schleifchen drum.
Heute weiß ich,
Du hast mich nicht aufgefangen,
min Vertrauen,
mein Herz und meine Seele
hattest Du nicht verdient.
Denn Du hast sie verstümmelt
bis zur Unkenntlichkeit,
im Reißwolf Deiner Lügen.